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Rückblick: Kurzvortrag zum Thema „Private Altersvorsorge“

– Dr. Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen. Foto: Verbraucherzentrale Bremen

Mit durchschnittlich 645 Euro gesetzliche Rente ist die Altersvorsorge für Frauen im Alter sehr spärlich bemessen. Am 11.4. informierte Dr. Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen interessierte Frauen über die Gründe für die Niedrigrenten und gab Tipps für die private Altersvorsorge.

 

 

Wichtigste Erkenntnisse nach dem 90-minütigen Vortrag:

  • die eigenen Rentenunterlagen checken, statt sie im Ordner verstauben zu lassen. Also: welche Versicherungen habe ich (hat mein Partner/Ehemann) bereits abgeschlossen, was bringt mir das im Alter, was ist nötig, was überflüssig.  Ein Hoch auf die Excel-Liste! Übrigens sollte man/frau wichtige Dokumente nicht nur gut sortiert in Ordnern aufbewahren, sondern die entscheidenden Daten scannen und am besten auf einer externen Festplatte bei Verwandten oder Bekannten deponieren, so Frau Oelmann. So hat man auch im Brandfall o.ä. alle wichtigen Dokumente.
  • Beratung in Anspruch nehmen – aber bitte unabhängig und nicht nur bei einem Anbieter, sondern besser bei verschiedenen Banken und/oder Versicherungen. Und: gut vorbereitet in das Gespräch gehen! Gerne auch online informieren (z.B. bei www.biallo.de).
  • Nicht auf den Partner verlassen – die Scheidungsraten sprechen für sich! Frau sollte unbedingt auch für sich sorgen und vor allem über die eigenen Versicherungen und die des Partners informiert sein. Frau Oelmann riet auch dazu, dass Ehepaare ein Berliner Testament erstellen, um sich gegenseitig abzusichern. Weitere Infos: www.berliner-testament.net
  • Regelmäßige Kontenklärung bei der Deutschen Rentenversicherung einplanen – am besten alle fünf Jahre! Und auch die Schufa-Auskunft ist sinnvoll (die Schufa gibt Auskunft über die Kreditwürdigkeit) – die Auskunft ist übrigens einmal im Jahr kostenlos.
  • Notgroschen ansparen und am besten auf ein Tagesgeldkonto schichten, da ist die Verzinsung zwar niedrig, aber immer noch besser, als beim Sparbuch. Optimal sind circa 3 Nettomonatsgehälter.
  • Unabhängige Beratung zum Thema gibt es natürlich in der Verbraucherzentrale Bremen (Mit der Kammercard der Angestelltenkammer kostet die Beratung übrigens nur die Hälfte!). Ganz wichtig: Für den Termin bei der Verbraucherzentrale, den ausgefüllten Beratungsbogen mitbringen – das spart Beratungszeit und also auch Gebühren.
Für alle, die die gestrige Veranstaltung verpasst haben bzw. sich über weiter Infos freuen, hier der  Download der Präsentation von Frau Oelmann:
20180411_Perspektive_Wiedereinstieg_Altersvorsorge